|
Druckluftaufbereitung:
Die meisten industriellen Druckluftanwendungen erfordern heute neben einer möglichst wirtschaftlichen Drucklufterzeugung und der Druckluftaufbereitung die zuverlässige Einhaltung exakter Qualitätsvorgaben. Anwendungsgerechte Druckluftaufbereitung muss bereits bei der Reinigung der Ansaugluft einsetzen. Daher empfiehlt es sich, die Kühlluft-Ansaugöffnungen der Druckluftstation mit Kühlluftfiltermatten zu versehen, wenn diese nicht schon serienmäßig in die Kompressoren eingebaut sind. Für die Druckluftaufbereitung stark staubhaltiger Ansaugluft stehen darüber hinaus Stofftaschenluftfilter zur Verfügung. Diese Vorreinigung unterstützt nicht nur die eigentliche Druckluftaufbereitung, sie verlängert auch die Betriebssicherheit und die Standzeiten der Kompressoren. Zur weiteren Entlastung nachgeschalteter Aufbereitungskomponenten können vor allem auch fluidgekühlte Schraubenkompressoren beitragen: Ihr internes Fluid-Kühlsystem wirkt wie eine Luftwaschanlage, die Schadstoffe bei der Druckluftaufbereitung aus der angesaugten Luft ausschwemmt und bindet. Dank niedriger Verdichtungsendtemperaturen und hochwirksamer integrierter Nachkühler erreichen diese Anlagen sehr niedrige Druckluft-Austrittstemperaturen bei der Druckluftaufbereitung. Daher werden bereits über die Nachkühler bis zu 90 Prozent des anfallenden Kondensats ausgeschieden. Da für die Mehrzahl Anwendungen ein Lufttrockenheitsgrad ausreicht, der einem Drucktaupunkt von +3 °C entspricht, gehören Kältetrockner heute zur Standardausstattung einer Druckluftaufbereitung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Trocknern schöpfen die Kältetrockner das vorhandene Energiesparpotential aus, ohne die Trocknungsleistung bei der Druckluftaufbereitung zu schmälern: Die Geräte kommen mit einem Druckverlust von weniger als 0,2 bar aus. Auch bei Anwendungen, die niedrige Drucktaupunkte von -20 °C und darunter erfordern, sind durch den Einsatz moderner Trocknersysteme bei der Druckluftaufbereitung erhebliche Kosteneinsparungen möglich. So kommen z. B. die kalt regenerierenden Adsorptionstrockner dank einer speziellen Steuerung mit einem Minimum an Regenerationsluft zur Druckluftaufbereitung aus. Die damit erreichte Energieersparnis senkt die Druckluftkosten erheblich. Für große Druckluftmengen stehen die warm regenerierenden Adsorptionstrockner zur Verfügung. Im Großanlagenbereich lassen sich niedrige Drucktaupunkte bei der Druckluftaufbereitung besonders wirtschaftlich mit den Kälteadsorptionsstrocknern erzeugen. Der wirtschaftliche Vorteil dieser Kombination, bestehend aus einem Kältetrockner mit eingebautem warm regenerierenden Adsorptionstrockner, ist enorm. Für Druckluftaufbereitung, in denen kleinere Druckluftmengen mit einem nichtkonstanten Taupunkt benötigt werden oder bereits kältegetrocknete Luft dezentral nachgetrocknet werden soll, eignen sich ein Membrantrockner zur Druckluftaufbereitung. Ihr Vorteil besteht darin, dass zur Regeneration keine beweglichen Teile oder Ventile erforderlich sind. Das zuverlässige Trocknersystem kommt so praktisch ohne Fremdenergie aus. |